orf doku: die frauen armee der kurden

Reportage von ORF

Sie haben die Terrormiliz IS besiegt, doch die Hoffnungen der Kurden auf einen eigenen Staat sind wieder in weite Ferne gerückt. Mit der türkischen Militäroffensive in Nordsyrien wurden zigtausende Kurden und Kurdinnen aus ihren selbstverwalteten Gebieten vertrieben. Die kurdischen Kämpferinnen sind zu einem wichtigen feministischen Symbol geworden, da ihr Kampf an zwei Fronten stattfindet: einerseits verteidigen sie ihre Heimat, andererseits kämpfen sie darum, ihrer Unterdrückung durch Männer in ihren eigenen Gemeinschaften ein Ende zu setzen. In der Schlacht um Kobane und dem Sieg über den IS vor vier Jahren sind die kurdischen Frauen-Truppen berühmt geworden. Der Gedanke, von einer Frau getötet zu werden, war den IS-Terroristen ein besonderes Gräuel, weil ihnen, so die Vorstellung, dann das Paradies als Märtyrer versagt bleiben würde. Jiyan Tolhildan ist eine der erfahrensten Kämpferinnen der kurdischen Frauen-Armee Das WELTjournal zeigt die Geschichte von JiyanTolhildan, einer jungen kurdischen Guerilla-Kommandantin. Sie ist die militärische Befehlshaberin einer Frauen-Miliz, die über den bewaffneten Kampf hinaus, das Recht auf Gleichstellung inmitten einer patriarchalen Gesellschaft einfordert und umsetzt.